Die Blauen Bücher

Am 5. Mai 1902 veröffentlichte der Verlag Karl Robert Langewiesche den ersten Band der noch heute erscheinenenden Buch-Reihe “Die Blauen Bücher”. Den typischen blauen Umschlag hatte schon der erste Band, der Begriff “Die Blauen Bücher” erschien allerdings erst einige Jahre später zunächst nur in den Werbematerialien des Verlages und ab 1911 zierte der Schriftzug auch endlich die Bücher selbst.

 

 

 

 

 

 

Karl Robert Langewiesche wollte mit seinen Büchern konzentrierte Informationen für den modernen, eiligen Leser bieten. Und dies bei hoher Buchqualität zum niedrigen Preis. Anfangs erschienen Werke mit Textauszügen bekannter Schriftsteller (Mörike, Carlyle, Luther u.a.) im Oktav-Format. Ab 1907 kamen dann die Bildbände im Lexikon-Format, die neben zahlreichen Abbildungen und Fotos meist nur kurze Einführungstexte und knappe Bildbeschreibungen enthielten. Als Autoren konnte Langewiesche von Anfang an bedeutende Fachleute gewinnen. Dieses erfolgreiche Konzept wurde bis in die 1970er Jahre beibehalten. Dann entschied sich der Verlag zu ausführlicheren Texten, behielt aber die reiche Bebilderung bei.

Langewiesche brachte pro Jahr nur etwa zwei bis höchstens acht Neuerscheinungen heraus. Ganz nach seinem Motto “Keine Schnellerzeugung von Büchern”. Dafür erschienen alle Titel der Blauen Bücher in der damals immens hohen Erstauflage von bis zu 50.000 Exemplaren. Und nicht wenige Bücher erreichten weitere Auflagen, da die Bände dank intensiver Verlagswerbung häufig schon nach kurzer Zeit ausverkauft waren.

Aufgrund der hohen Auflagen und Beliebtheit der Buchreihe, gibt es heute im antiquarischen Buchhandel ein großen Angebot an Blauen Büchern. Auch Ausgaben aus der Frühzeit sind noch ausreichend vorhanden und daher günstig zu haben. Eine entsprechende Sammlung auzubauen, ist derzeit noch sehr einfach und auch günstig. Und das Schmökern in den hochwertigen Bildbänden macht sehr viel Spaß!

Wer jetzt auf den Geschmack gekommen ist, kann in meinem Antiquariat gleich mal im Angebot stöbern:
Die Blauen Bücher

Challenge: Read… the classics!

Zum ersten Mal werde ich an einer Buchchallenge teilnehmen, um meinen Stapel ungelesener Bücher (SUB) mal ein wenig abzubauen. Und so ein kleiner Wettbewerb spornt doch etwas mehr zum Lesen an.

Worum geht es? Ganz einfach: aus einer vorgebenen Liste mit Büchern, die das Prädikat “Kassiker” mehr oder weniger verdient haben, soll alle 2 Monate mindestens ein Titel gelesen werden. Das sind 6 Titel in 12 Monaten – und das sollte doch wohl zu schaffen sein, oder?

Folgende Titel habe ich mir für meine Lektüre ausgewählt:

  1. Hemingway: Der alte Mann und das Meer (gelesen 07.01.2012)
  2. Twain: Bummel durch Europa
  3. Feuchtwanger: Die häßliche Herzogin
  4. Kafka: Der Prozess
  5. Austen: Stolz und Vorurteil
  6. Dickens: Große Erwartungen

Mal schauen, ob ich das durchhalte – die Idee finde ich jedenfalls klasse!

Erster Fortschrittsbericht (08.01.2012): Hemingways “Der alte Mann und das Meer” habe ich bereits gelesen (ist aber ja auch nur ein Kurzroman) und eine kleine Rezension dazu geschrieben. Die findet ihr hier. Jetzt werde ich mich Kafka zuwenden – davor habe ich ein wenig Bammel, da mich das an meine Schulzeit erinnert – dort war er ungeliebte Pflichtlektüre.

12.05.1803: Justus Freiherr von Liebig geboren

Der deutsche Chemiker Justus Freiherr von Liebig (12.5.1803-18.4.1873) wurde heute vor 208 Jahren geboren.

In meinem Antiquatiat gibt es eine lesenswerte Biographie über den großen Naturwissenschaftler:

Schaaf, Paul: Das große Geschenk
Justus von Liebig, ein Forscher im Dienste Europas

Bücher deutscher Kultur.

Wilhelm Limpert-Verlag, Berlin 1942. Fester Einband (Pappe). Rücken und Kanten etwas gebräunt. 13 x 20 cm. Name und Datum auf dem fliegenden Vorsatzblatt. 144 Seiten. Einige Fotos. Schnitt teilweise etwas stockfleckig.

4,85 Euro zuzüglich Versandkosten.

Zum Bestellen einfach auf das Titelbild klicken.